Was bedeutet nun die Bitte: „Dein Reich komme!“ Soll dieses Wort etwa ausdrücken, dass der erst noch König werden muss, der von jeher der König des Alls ist, der immer schon ist, was er ist, während die ganze Schöpfung einer steten Veränderung unter-worfen ist? Er, der unveränderlich ist, kann doch keine größere Machtfülle finden als die, die ihm schon seit unvordenklichen Zeiten eigen ist! Was will also die Bitte, die nach dem Kommen des Reiches Gottes ruft? Den vollen Sinn dieser Bitte werden nur die erkennen, denen der Geist der Wahrheit die verborgenen Geheimnisse enthüllt. Wir für unsern Teil haben etwa folgendes als Bedeutung dieser Bitte gefunden: Es gibt eine einzige Macht und Stärke, die das ganze Universum lenkt, die alles leitet und regiert, und zwar ohne Gewalt und Tyrannei, eine Macht, die weder Furcht noch Zwang anwendet, um alles, was ihr untergeben ist, unter ihr Joch zu zwingen. Die Tugend soll nämlich frei von Furcht sein und nicht geknechtet. Sie soll das Gute in freier Entscheidung wählen. Das Wesen des Guten besteht aber stets in der Unterordnung unter jene Macht, von der alles Dasein und Leben stammt. Nachdem nun aber die menschliche Natur sich von der Fähigkeit, das Gute zu erkennen, durch Täuschung hat abbringen lassen, und die Schwerkraft unsres Willens sich dem Verbotenen zuneigt, und das Leben des Menschen allen Unvollkommenheiten unterworfen ist, kennt der Tod tausend Wege und engt uns durch seine Gewaltherrschaft ein. Denn jede Erscheinungsform des Bösen wird ja gleichsam zu einem Weg, auf dem der Tod sich uns naht. Darum flehen wir, Gottes Reich und seine Herrschaft mögen zu uns kommen. Dem Sinn nach flehen wir also mit der Bitte: „Dein Reich komme!“: Rette mich vom Untergang, befreie mich aus dem Tod, löse mich aus der Zwangsherrschaft der Sünde! Denn wenn dein Reich anbricht, dann verschwinden Trauer und Leid; dafür kommen Leben, Freude und Jubel.

Ihr Lieben,
der ewige Christus und Logos Gottes,
ist in der Gestalt und Fleisch eines Menschen wiedergekommen, seine Name Jesus von Nazareth,
dem Fleisch nach Mensch schreibt Paulus den Römern(1),
und dem Geist nach Gott.
Dieser Jesus und Christus Gottes, der Gesalbte, hat alles erfüllt, was Gottes sein Vater IHM aufgetragen hat zur Erlösung des Menschen, (freiwillig)
Es liegt nun an dem natürlichen und ungeistigen Menschen, deshalb „natürlich und ungeistig“, weil er Fleisch geworden ist und sich nicht mehr vom Heiligen Geist Gottes leiten läßt,
gleich denen vor der Sündflut.
Darum sandte Gott, Johannes den Täufer, auf dass er als der Wegbereiter Jesu Christi auftrete, und er predigte
den Heilsplan Gottes, den die Menschen und Sünder anerkennen und erfüllen müssen, erst dann anerkennen sie Gottes Gerechtigkeit in der Erlösung und dem Werden des Menschen zu einer neuen Schöpfung und Kreatur Gottes. Matthäus 3, 15
Das Ziel Gottes mit dem sündigen und von IHM und seinen Geboten abgefallenen Menschen ist, eine neue Schöpfung, einen neuen Menschen, eine neue Kreatur Gottes, eine Kreatur des Geistes wobei der erlöste, gereinigte und geheiligte Leib des Menschen, Gott und seinem Geist als Tempel dient, der von Gott allen gegeben und zubereitet wird, die Gottes Heilsplan erfüllen.
Wer darum von Anfang an, die Gerechtigkeit Gottes nicht anerkennt, erfüllt und weiter darin zunimmt und wächst, der hat das Fundament seines neuen geistigen Zuhause vergessen zu legen mit Christus.
Und wer von Anfang an, Gottes Gerechtigkeit nicht bejaht
und erfüllt, der kann nicht erwarten, dass Gott ihn am Ende
selig macht, einen Anspruch hat er nicht und Gott wird bei ihm keine Ausnahme machen. So weit bis Heute!
Peter Semenczuk
Autor und Herausgeber christlich- theologischer Publikationen im Internet und Selbstverlag.UMSONST wie Christus seinen wahren Jünger und Wiedergeburtschristen geboten hat. Matthäus 10, 8 /Apostelgeschichte 3,6/u.v.a.