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Bibelauslegung der Kirchenväter

Schlüssel zur Heiligen Schrift

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Ad fontes – zu den Quellen!

Ein Strom, der ins Meer fließt, braucht ständig neues Wasser, das ihm mit seiner Kraft den Weg an sein Ziel bahnt. Dieses Wasser entspringt aus seiner Quelle.

Der Mensch ist auf dem Weg zu Gott. Das Wasser, das ihm die Kraft gibt und ihn vorantreibt, entspringt der Quelle seines Lebens, nämlich Gott, der zugleich der Ursprung und das Ziel des Lebens ist:

„Bei dir ist die Quelle des Lebens!“ (Psalm 36,10)

„Alle meine Quellen entspringen in dir!“ (Psalm 87,7)

Das Wort Gottes, die Heilige Schrift, ist die Quelle der christlichen Existenz, und die Auslegungstradition der Kirche ist – um im Bild zu bleiben – die Strömung, die unser Leben mitreißt und den Weg zum Ziel bahnt.

Die Theologie und die Schriftauslegung der frühen Kirche kennen und verstehen zu lernen, heißt, sich gewissermaßen die Ursprungs- und Jugendkraft des christlichen Glaubens zu eigen zu machen und sich auf den Wellen ihrer Strömung tragen zu lassen.

Die Kirchenväter und Kirchenschriftsteller der ersten Jahrhunderte lesen die Texte der Bibel nicht bloß als historische Dokumente vergangener Etappen der Heilsgeschichte. Das Ziel ihrer Schriftauslegung besteht in einer aktualisierenden Deutung der biblischen Texte. Dabei geht es nicht vordergründig nur um eine Übertragung der Erzählungen in einen modernen Zusammenhang, vielleicht noch „garniert“ mit einer moralischen Schlussfolgerung, sondern es geht im wesentlichen um eine tiefere Erschließung des Geheimnisses der Menschwerdung Gottes und um ein existenzielles Verstehen des Heilswirkens Jesu Christi: Das Heil, die Erlösung und Befreiung, die „mein Jesus“ – wie etwa bei Origenes häufig zu lesen ist – an mir wirkt, ist der archimedische Punkt der patristischen Schriftauslegung. Von ihm her erschließen die Väter den Sinn und die Bedeutung des Wortes Gottes im Alten und im Neuen Testament.

Auf diesem Blog finden Sie Texte von Kirchenvätern und kirchlichen Autoren des 2. – 7. Jahrhunderts zu biblischen und theologischen Themen. Es ist ein Versuch, die antiken Texte in einer zeitgemäßen Sprache zu präsentieren, d.h. Sie finden zum Teil sehr freie, bisweilen auch paraphrasierende Übersetzungen der Originaltexte. Für alle, die den Text in seinem Zusammenhang und / oder in seiner Originalsprache nachlesen möchten, findet sich immer eine Quellenangabe bzw. nach Möglichkeit auch auch ein Hinweis auf Übersetzungen des entsprechenden Werks.

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  • Texte der Kirchenväter und Kirchenschriftsteller des 2.-7. Jahrhunderts in thematischen Reihen. e-mail an mich: scriptum(at)gmx.net
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